135 KM von Weeze bis zum Kinderhospiz Regenbogenland

Mein Name ist Carsten Naujokat 41 Jahre und wohne in Hilden. Beim ersten 135 KM Lauf von Bad Laasphe bis zum Regenbogenland habe ich die volle Distanz absolviert von 157 KM. Man könnte sagen, man hatte sich etwas verrechnet. Im Vorjahr musste ich leider passen. Dieses Jahr wollte ich wieder mit machen. Diesmal sollte es von Weeze aus zum Kinderhospiz Regenbogenland gehen.

Freitag 31.7.2015

Pixum’s Läufer Thomas Rieke holte mich ab und wir fuhren gemeinsam, mit seiner Frau, Richtung Weeze. Wir hatten uns entschlossen einen Tag früher da zu sein, um am nächsten Tag etwas stressfreier diesen Lauf zu beginnen. Mit an Bord waren Oliver „ Herti“ , Christian Tillack „ Tilli“ und der Strephan Klein „ Wiki“. Wiki konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen und war dennoch dabei als Fotograf. Der Abend begann mit Spaghetti Bolognese und wir lernten dort ein paar weitere Läufer kennen. Zuletzt kam noch Dennis Bähring „Pflegefall“ dazu. Herti und Ich sind durch unsere Läuferischen Verlaufkünste als „Die fabelhaften Verlauf-Boys“ ins Rennen gegangen. Wir hatten Menschen auf unsere Facebookseite https://www.facebook.com/extremeverlaufing

dazu aufgerufen uns Aufgaben zu geben die wir gegen eine Spende erfüllen sollten. Also war uns eins gewiss…. Langeweile wird nicht aufkommen. Videos und Bilder findet Ihr auf der Homepage bei Facebook der Verlauf-Boys. Der Abend ging zu Ende mit Diskussionen über Schuhe und die perfekte Bindung der Schuhe. Und der ersten Aufgabe der Verlauf Boys „ den Mond anheulen, für 20 € Spende „

Die Nacht war kurz und endete für mich um 6 Uhr morgens.

1.08.2015 Tag 1

Die Läufer trafen sich auf den Marktplatz von Weeze. Dort konnte man Frühstücken und noch hibbeliger werden als man eh schon war. Mir gingen Fragen durch den Kopf.

Wie heiß wird es heute? Wo bekomme ich Saft um mit 100% Akku zu starten falls ich mich verlaufe um den „ Bitte holt mich ab „ Anruf zu tätigen? Wo ist das Klo? Trinkrucksack Ja oder Nein ? Was tue ich hier überhaubt ?

10:30 Der Start. Startschuss durch den Bürgermeister von Weeze Gott sei Dank nicht im Adrenalin Feeling zu schnell. Wir liefen wirklich gemütlich los. Meine Redseligkeit ließ nach ,ein Zeichen dafür das ich anfange mich zu konzentrieren. Das was von Anfang an anfing Probleme zu bereiten, war die Hitze. Es gab kaum Stellen an denen man etwas Schatten über sich hatte. KM 10. Die erste Trinkpause. Thomas wusste nicht so recht wo er sich einordnen sollte an dem Tag. Lief er doch zuerst mit der Spitzengruppe kam er dann zurück um sich uns anzuschließen. Tilli lief mit Pflegefall in der ersten Gruppe. Es lief dann recht rund bis Km 18 zur zweiten Verpflegung. Nun brannte die Sonne immer mehr auf uns. KM 22, so in dem Dreh, stieg dann Herti für den Tag aus. Safty First war unsere Devise und es sollte keiner zu Schaden kommen. Ich kam bis KM 25 zum dritten Verpflegungspunkt. Dort machte ich den Fehler mich unter einem Baum hinzusetzten. Der Rücken machte Knack und ich merkte das hinsetzten wirst du bereuen. Und in der Tat, 700 Meter kam ich noch und entschied mich auch für Safty First. Dennoch war ich enttäuscht das ich jetzt im DRK Wagen die Tour weiter machte. Thomas hingegen lief seinen Stiefel weiter und man sah das er es schaffen wollte. 10 KM vor dem Ziel traf ich dann auch Herti wieder. Wir entschlossen uns wieder in den Lauf einzusteigen. Und liefen die letzten 10 KM nach Alpen. Dort angekommen wurden wir schön begrüßt von der 1 Läufergruppe und dem Bürgermeister von Alpen und Weeze. Nachdem wir uns im Zielbereich verpflegt hatten, ging es in die Turnhalle von Alpen.

Im Umkleideraum wurde der Tag besprochen und auf den morgigen hingewiesen das es härter wird.

Wie sollte ich das jetzt schaffen ? Selbst die Rückenmassage hatte nicht ihren Erfolg gehabt. Ich könnte mich durchhumpeln. Bis zum Abend ging es mir durch den Kopf. Da aber keiner alleine laufen sollte entschied ich mich ab hier,

den Verpflegungstrupp zu ergänzen. Zwischen den Verpflegungspunkten auf dem Fahrrad. Ich wollte auch meinen Frankfurt Marathon nicht gefährden .

2.08.2015 Tag 2 Das Rote Kreuz brachte mir am nächsten Tag ein Fahrrad mit auf dem ich den Rest der Strecke nun Zeit hatte einige Läufer zu beobachten. Den Sack voller Wasserpullen konnte ich nun jeden auf der Strecke versorgen. Hin und zurück fahren im Feld war nun meine Aufgabe. Ich sah Läufer die eigentlich am Ende der Kräfte waren, aber alle hatten den Willen durch zu kommen. Ich war mittlerweile gar nicht mehr traurig das ich nicht mehr laufen konnte. Ich hatte oft Sorge um die Läufer das Sie sich übernehmen, aber jeder trank wenn man es Ihnen sagte somit war das schon mal beruhigender. Tilli, Pflegefall und Thomas liefen am 2 Tag in der letzten Gruppe. Pflegefall hatte an dem Tag Hüftprobleme und lief unrund aber er gab nicht auf. Da die Sonne immer heisser zu werden schien, schellte ich ab da regelmäßig bei Leuten einfach an und fragte nach Wasserschläuchen um die Leute das anzubieten. Zu 80 % machten auch alle Leute mit. Tilli sagte irgendwann mal auf der Strecke, besorg mal einen Pool. Ich fuhr vor und freute mich als Ich einen Garten mit Pool sah. Ich lief schnell rein, erklärte meinen Wunsch und die Hausherren machten mit. Ich stellte mich an die Strasse und winkte die Truppe rein in den Garten. Damit hat keiner gerechnet. Schwupps, die Sachen aus und alle in den Pool. Abwechslung darf mal sein wenn es nicht um Positionen und Bestzeiten ging. 10 KM vor dem Ziel besorgte ich noch Eis um die Truppe zu motivieren. Die Strecke stellte sich dennoch für alle als sehr schwer heraus. Mit letzten Kräften kamen sie dann in Willich an. Alle hatten bis jetzt Ihr persönliches Ziel erreicht. Die Herzläufer hatten an dem Abend zum Grillen eingeladen. Der Bürgermeister von Willich und Weeze kam um uns zu begrüßen und zu spenden. Der Abend war auch recht kurz und alle verschwanden in die Turnhalle zum schlafen.

3.08.2015 Letzter Tag Wiki und ich besorgten Kaffee und kamen in der Turnhalle wieder an wo das Frühstück stand. Herti hatte sich am letzten Tag vorgenommen die Strecke durch zu laufen. 37 KM standen auf dem Plan. Es kam noch eine Läuferin aus Bochum hinzu, die Katrin.

Gemeinsam liefen sie los und es bildeten sich 2 Gruppen. Ich versuchte noch die erste Truppe mit zu versorgen, aber der Abstand wurde zu groß um alle zu versorgen. Dennoch hatten die Rad Begleiter ja eh alle Wasser dabei. Der Tag war wie die ersten beiden wieder sehr heiß. Hert lief trotz Blase untern Zeh einfach weiter. Thomas war auch nicht zu bremsen. Hatte aber wieder das Problem mit welcher Truppe er laufen sollte. Die Strecke bot kaum Schatten und ich versuchte wieder Wasserschläuche zu besorgen. Hertis Blase ging dann irgendwann auf und ´der Druck ging raus aus dem pochendem Zeh. Mit der Fähre ging es wieder rüber zur richtigen Rhein Seite. Ich fuhr neben den Läufern und kippte jedem Wasser über dem Kopf und Puls. Die Schritte wurden schwerer bei allen Läufern aber der Wille anzukommen war bei jedem vorhanden. Nach einer Eispause liefen alle langsam weiter. Aus dem Verpflegungsauto konnte ich ein eiskaltes Radler besorgen. Ich sah wie alle mit Ihren Muskelkrämpfen kämpften, aber keiner gab auf. Es war beeindruckend zu sehen wie sich alle gegenseitig aufbauten. Die letzten 5 KM, wie sehr wünschte ich allen das Ziel herbei. Alle wollten eine kalte Fanta haben, 300 Meter vor dem Ziel. Die letzten 4 redete kaum einer. Wie an einer Perlenschnur liefen sie dann aus dem Wald und standen 300 Meter vor dem Ziel. Ich habe schnell Fanta besorgt und hatte meine Aufgabe auch erfüllt. Alle Teilnehmer und co trafen sich 300 Meter vor dem Ziel und beglückwünschten sich. Nach 15 Minuten bauten sich alle in Formation auf und liefen unter Applaus in den Garten des Regenbogenlandes. Ich bin mir sicher, jeder war da in seinen eigenen Gedanken. Ich war super stolz auf alle Läufer und das Team was das ganze auf die Beine gestellt hat. Jeder trug mit seiner Leistung dazu bei das diese Aktion ein voller Erfolg war. Nach allen Ehrungen löste sich die Truppe auf und alle fuhren nach Hause. Viele dieser Menschen werde ich auch beim Herzlauf in Hilden am 27.9- 2015 begrüssen dürfen. Ein Glückwunsch nochmal an alle Läufer. Das schreit nach Wiederholung.  11822379_892093670838987_7253857462738774508_n 11796234_849103245181575_3701380000260767870_n 11796351_933976249997543_8489321831379727635_n 11822435_1014114455280081_2969781971975011706_n 11817167_849098845182015_948215556083688037_n 11817163_690940727678802_6317362681496982672_n 11811546_849098418515391_927890850217860908_n 11796379_849112788513954_5280164204632690736_n 11822618_849111885180711_3773440682984734090_n 11825030_849098895182010_4061896788826266465_n 11828564_1013456998679160_4610136479397966713_n 11836891_892095590838795_6091086301832862448_n

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